Mach den Unterschied!
Liebes Starbucks-Management,
ich war gerade anlässlich der “Mach den Unterschied!”-Aktion wieder auf der deutschen Starbucks-Website. Als treuer Starbucks-Kunde bin ich schon enttäuscht, dass diese sich seit sehr langer Zeit nicht verbessert hat. Dass ich die Aktion dort nicht gefunden habe, mag Absicht sein. Aber dass die Filial-Suche nicht einfach und effektiv funktioniert und nichtmal die Öffnungszeiten sichtbar sind, ist schon sub-optimal. Über das Layout kann man sich streiten, mir persönlich wäre es egal, wenn die Funktionalität in Ordnung ist.
Wie in allen grossen Unternehmen ist das intern sicher gut bekannt, nur ändert sich nichts oder zumindest nicht schnell. Und als Kunde weiss man nicht, ob sich überhaupt etwas tut. Spontan fallen mir jetzt noch weitere Problempunkte ein:
Als es vor ca. 2 Jahren wegen angeblichem “Diebstahl” keine Zeitschriften mehr in meiner Lieblings-Filiale in Berlin-Steglitz gab, war ich relativ verwundert. Wie soll man denn Starbucks als Premium-Marke sehen (bei ca. 4 EUR pro Getränk, gerne auch mehr, soll es das sicher sein), wenn Starbucks selbst zu geizig ist, für 15 EUR einmal pro Monat Zeitschriften zu kaufen. Wenn die am Ende weg sind, kann es doch der Filiale egal sein. Es ist ja nicht so, dass die dann wieder für 15 EUR weiterverkauft werden können. Ich hatte schon überlegt, selbst welche zu spenden, dann aber lieber für 3 Monate auf Starbucks verzichtet und zuhause gelesen. Heutzutage muss man schon dankbar sein, überhaupt eine Zeitung zu finden.
Bei der Auswahl der Mitarbeiter scheint wegen der Expansion nicht alles rund gelaufen zu sein. Man hört von Fällen, in denen sich die Mitarbeiter vor der Kundschaft streiten und gegenseitig der Faulheit bezichtigen. Ich nehme an, das wird sich mit der Zeit legen.
Last but not least bringt es Starbucks fertig immer nach dem Ausweis zu fragen, wenn man mit Kreditkarte zahlt – was bei den Preisen durchaus praktisch ist. Das obere Management hätte es aus “Sicherheitsgründen” so angeordnet und es sei ja nur im Interesse der Kunden, heisst es. Zunächst einmal besteht für mich als Kunde kaum ein Risiko, denn die Haftung für eine verlorene Kreditkarte beträgt maximal 50 EUR und es ist doch recht unwahrscheinlich, dass der Dieb wenn dann nur einen Kaffee bei Starbucks trinken geht. Alle anderen Läden wie z.B. Rewe verlangen keinen Ausweis. In den USA muss man sogar noch nicht mal unterschreiben. Somit hat eigentlich nur Starbucks ein Risiko, falls die Buchung rückgängig gemacht wird. Und selbst dann ist der Verlust kaum den Aufwand wert, denn so ein Kaffee kostet in der Herstellung nur ein paar Cent. Alles in allem eine sinnfreie Aktion mit der vor allem Kunden geärgert werden und Umsatz verloren geht.
So gesehen kann man den Aufruf “Mach den Unterschied!” auch an Starbucks zurück geben. Vielleicht ändert sich ja was. Von der ortsüblichen Unfreundlichkeit Berliner Cafes ist Starbucks zum Glück noch meilenweit entfernt ![]()

